1946

Am 08.02.1946 wurde der damalige "Sportverein Ketschendorf" von den 6 Gründungsmitgliedern Robert Bonnowitz, Josef "Jupp" Rygus, Alfred Liebermann, Karl Matthe, Walter Wittig und Heinz Jürgens aus der Taufe gehoben und unverzüglich erfolgte die Aufnahme einer ersten Fußballmannschaft im Spielbetrieb.

1947 - 1956

Der erste Aufstieg in die damalige B-Klasse wurde 1947 realisiert. Im Spieljahr 1947/48 wurde man Meister der B-Klasse vor dem FC Viktoria Coburg und machte den Aufstieg in die A-Klasse CO/LIF perfekt, in der man ab diesem Zeitpunkt über 10 Jahre lang oftmals eine wichtige Rolle spielte.

1956 wurde die Gewichtheberabteilung des SVK gegründet, nachdem die Athleten des 1.SAC Coburg sich dem Verein anschlossen. Der Name unseres Gründungsmitgliedes, langjährigen Vorstandes und damaligen Trainers der Gewichtheber, Jupp Rygus, ist hier federführend zu erwähnen.

1959 - 1964

Im Jahr 1959 schließlich begann der SVK mit dem Umbau des ehemaligen, verfallenen Gewächshauses im Ketschendorfer Schloßpark zum neuen Sportheim. Dieses wurde von nun an die Trainingsstätte unserer Gewichtheberabteilung.

Die Gewichtheber mit ihren Erfolgen, angefangen von zahlreichen Oberfränkischen, Nordbayerischen über Bayerische Meistertitel bis hin zur Ausrichtung Deutscher Einzelmeisterschaften 1971 machten den SVK weit über Coburgs Grenzen hinaus bekannt.

1960 gründete man die Altherren-Abteilung mit dem Ziel, mehr Geselligkeit und Unterhaltung im Verein zu haben und den älteren Sportlern einen geregelten Sportbetrieb bieten zu können.

Fussballerisch waren es nun keine einfachen Jahre, der Abstieg aus der A- in die B-Klasse und im Spieljahr 1963/64 sogar bis in die C-Klasse konnten nicht vermieden werden.

Am Wochenende des 19./20. September 1964 konnte endlich der Erweiterungsbau der Buchbergklause im Rahmen eines Sportfestes feierlich eröffnet werden. Die Erweiterung bestand hierbei im hinteren Umkleidetrakt der Buchbergklause.

1967 - 1970

1967/68 konnte man unter dem damaligen Trainer Hans Hackert die Meisterschaft in der C-Klasse errungen werden. Im Spieljahr 1968/69 schliesslich konnte ebenfalls unter Trainer Hans Hackert die Meisterschaft der B-Klasse, verbunden mit dem Wiederaufstieg in die A-Klasse Coburg-LIF erkämpft werden

Meister der A-Klasse 69/70 und Aufsteiger Bezirksliga. In der erfolgreichsten Zeit des SV Ketschendorf gehörte man nach drei Meisterschaften in Folge für 2 Jahre der Bezirksliga Oberfranken an.

1971 - 1990

Am 30.01.1971 wurde die Damengymnastik-Abteilung gegründet, zur ersten Abteilungsleiterin wurde Frau Heidi Scheler gewählt. Ihr folgten in diesem Amt Annelore Lorenz, Hildegard Lorenz und bis in die heutige Zeit, Frau Helga Buchta. Die Traingsstätten der Damengymnastik-Abteilung wechselten mitunter, angefangen von der Turnhalle des TSV Coburg-Scheuerfeld, über das Sportheim Parkstraße bis hin zur Pestalozzi-Schulturnhalle, die auch heute noch nach dem Hallenneubau für die Übungsstunden genutzt wird.

Im Jahre 1973 schließlich wurden Fusionsverhandlungen unter Leitung des ehemaligen Vorstandes Josef "Sepp" Graser mit dem Turnverein Ketschendorf, demTVK aufgenommen, allerdings ohne Erfolg.

Im gleichen Jahre wurde der Neubau des Rasenplatzes am Buchberg in Angriff genommen, unter Einbringung enormer Eigenleistung der SVK-Sportler.Die Freigabe und Eröffnung des Rasenplatzes erfolgte schließlich im Sommer 1978. Das Sportheim in der Parkstraße wurde im Jahre 1979 um Trainings- und Nebenräumeerweitert und 1981 konnte auch hier die Vollendung und die Freigabe des Anbaus vermeldet werden. Die Gewichtheberabteilung erlebte 1980 ein weiteres Highlight ihres Bestehens: Die Deutschen Meisterschaften wurden dem SVK anvertraut, ausgerichtet in damals noch sehr neuen Angersporthalle.

Die kirchliche Einweihung und Freigabe des neuen Hartplatzes unserer Fußballer erfolgte schließlich im Sommer 1988. Hauptinitiatoren dieses Projektes "Hartplatz" waren Jupp Rygus sowie unser langjähriger Hauptkassier Horst Haack.

1991 - 2002

Die erste Fußballmannschaft gehörte viele Jahre, nach dem Aufstieg aus der C-Klasse 1979 unter Trainer Erich Buchta, bis 1992 der B1-Klasse Coburg an.

Schließlich mußte in den Jahren 1992 - 1994 das Sportheim in der Parkstraße unter enormem Kostenaufwand generalsaniert werden, Wärmedämmaßnahmen, die Vergrößerung der Sanitäranlagen sowie der Anbau eines Nebenraumes wurden unter der Leitung des damaligen Vorstandes Georg "Schorsch" Scharf in Angriff genommen.

In dieser relativ langen B-Klassen-Periode waren Trainer wie Horst "Würschti" Braungart, Norbert Sauer, Dietmar "Dieter" Schwarzer und Franz Riedel Übungsleiter der 1. und 2. Mannschaft des SVK. Zweimal wurde unter Trainer Schwarzer der Aufstieg in die A-Klasse CO/LIF knapp verpaßt. Nach dem erwähnten Abstieg in die C1-Klasse Coburg 1992 folgten 2 erfolglose Jahre, jedoch schaffte man unter Trainer Ernst Heyn 1994 den erneuten Wiederaufstieg in die B1-Klasse Coburg/Neustadt.

Kurze Zeit später war es jedoch vorbei mit der heilen Welt des SVK. Schwere finanzielle Zeiten begannen nun, und nur unter größten Anstrengungen der damaligen Vorstandschaft, hier ist vor allem Karin Pohle von der damaligen Vorstandschaft zu erwähnen, retteten den SVK gemeinsam mit der Stadt Coburg vor dem totalen Fiasko. Folge der Rettungsaktion war, da das Sportheim in der Parkstraße an die Stadt Coburg abgegeben werden musste. Nur die von der Wirtschaft abgetrennten Trainingsräume durften seit damals genutzt werden. Der Seemannschor Coburg ist nunmehr schon seit einigen Jahren Besitzer unseres ehemaligen Vereinsheimes in der Parkstraße. Seitdem hält sich der SVK wieder in ruhigeren Fahrwassern auf, zwischenzeitlich bekam Thomas Reuß kommisarisch als Vorstand die Geschicke des Vereines übertragen und auch Uwe Renner wurde für einige Jahre 1. Vorstand des SVK. Sportlich gesehen war 1999 nach 5 Jahren B-Klassenzugehörigkeit der erneute Abstieg in die C-Klasse nicht zu vermeiden und es dauerte wieder 2 Jahre, bevor unter Trainer Jürgen "Jackson" Ötter 2001 der erneute Wiederaufstieg in die Kreisklasse (frühere B-Klasse ) gelang.

Hier konnte man sich jedoch erneut nur 2 Saisons halten, seitdem ist man fester Bestandteil der A-Klasse ( frühere C-Klasse ) CO/Itzgrund. Der ganze Stolz des SVK ist mittlerweile jedoch der Juniorenfußball, denn seit Jahren können regelmäßig sämtliche Altersklassen der Junioren und Schüler im Spielbetrieb gemeldet werden, mit sehr guten Erfolgen und voll engagierten Übungsleitern, Eltern und fußballspielenden Kindern und Jugendlichen.Dieses Beispiel sucht seinesgleichen im Spielkreis Coburg, denn nicht eine einzige Spielgemeinschaft bzw. Jugendfördergemeinschaft mit anderen Vereinen mußte bisher gegründet werden.Der Leiter des SVK-Juniorenfußballs, Klaus-Peter "Soni" Pohle ist hier ebenfalls seit Jahren sehr engagiert.

2003 - 2008

Im Jahre 2003 war ein absolutes Highlight in der SVK-Geschichte zu vermerken, denn die Ausrichtung der EM im Kraftdreikampf wurde dem SV Ketschendorf übertragen. Hierbei wurden die Räumlichkeiten der neuen Pestalozzi-Schulturnhalle als Veranstaltungsort auserkoren. Optimale Wettkampfbedingungen wurden so den vielen nationalen und internatiolan Athleten geschaffen. Seit 2004 nun ist Peter Schoberer unser 1. Vorstand. Eine neue Kleinkläranlage wurde inzwischen am Buchberg geschaffen, dies ist ein erstes großes Verdienst unserer neuen Vorstandschaft.

Im November 2005 wurden anläßlich einer Mitgliederversammlung die 3 Abteilungen Fitness, Kraftdreikampf und Gewichtheben aufgrund jahrelang andauernder Querelen und Zahlungsunstimmigkeiten von einer 2/3-Mehrheit der SVK-Mitglieder aufgelöst. Diese historische Entscheidung fiel den Mitgliedern des SVK sicherlich keinesfalls leicht, ließ sich jedoch am Ende nicht mehr vermeiden.

Im Juni 2006 konnten alle SVK-Freunde sich wieder erfreulicheren Dingen widmen: Anläßlich einer Sportwoche und eines Buchbergfestes wurde das 60-jährige Bestehen unseres Sportvereines Coburg-Ketschendorf 1946 e.V. gebührend gefeiert.Da während der SVK-Jubiläumswoche auch noch die Fußballweltmeisterschaft in Deutschland stattfand, war nätürlich die Feierlaune bestens.

Im Jahr 2008 schließlich gelang dem SVK erneut der Sprung in die Kreisklasse. Nachdem man zu Beginn der A-Klasse Coburg einige Anlaufschwierigkeiten hatte, schaffte man dank einer konstanten Leistung in der 2. Saisonhälfte den vor der Saison nicht für möglich gehaltenen Aufstieg in die Kreisklasse. Und dies mit einer sehr jungen Mannschaft, in der auch noch unheimlich viel Potential mit Blickrichtung nach oben steckt. Man kann wirklich stolz auf unsere "Erste 2008" sein.

ab 2009

Um den steigenden Interesse gerecht zu werden gründeten Lars Zahn und Gerd Sinne die erste Mädchenmannschaft der Vereinsgeschichte. Der Spielbetrieb wurde zeitgleich mit dem DVV Coburg im September 2009 aufgenommen. Der erste Eindruck ist vielversprechend und lässt auf eine Zukunft hoffen.

Unsere 1. Mannschaft konnte in der Kreisklasse nach schwacher Vorrunde einen am Ende zufriedenstellenden 9 Platz in der ersten Kreisklassen Saison erreichen. Unsere Zweite meldete das erste mal eine aufstiegsberechtigte Mannschaft und erreichte in der A-Klasse Coburg den 15 Tabellenplatz. Um die Dorfgemeinschaft zu Pflegen und das Vereinsleben in Schwung zu bringen wurde am ersten Septemberwochenende die traditionsreiche Kirchweih im Park wiederbelebt. Nach 5 Jahren Pause konnte der SV Ketschendorf bei schlechten Wetter einen Achtungserfolg erzielen.

Im folgenden Jahr setzte sich der sportliche Aufwärtstrend unserer jungen 1. Mannschaft fort und am Ende der Saison konnte die verdiente Meisterschaft mit 96 - 44 Toren und 61 Punkten gefeiert werden. Torschützenkönig der Kreisklasse 1 wurde Philipp Bauer mit 35 Toren. Der SVK kehrte nach über 40 Jahren Abstinenz in die höchste Klasse des Spielkreises Coburg zurück.